HSS 2012 in Neumünster - SV Deutsche Nönnchen

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SCHAUBERICHT DER ZUCHTWARTE HSS 2012 IN NEUMÜNSTER
Schaubericht der Zuchtwarte auf der HSS 2012 in Neumünster, angeschlossen an die  LV-Schau Schleswig Holstein

Unsere diesjährige Hauptsonderschau wurde in diesem Jahr im Norden durchgeführt. Die Holstenhallen boten für unsere Schau beste Voraussetzungen mit einem einreihigen Käfigaufbau und sehr guten Lichtverhältnissen, sodass wir unsere Nönnchentauben bestens präsentieren konnten. Mit dem Meldeergebnis von 198 Tieren konnten wir auch sicherlich zufrieden sein, weil schon eine Woche später die Europa-Schau in Leipzig war, zu der auch jeder wieder seine neuen Ausstellungstiere zusammenstellen musste. Außerdem möchten wir uns noch bei Jochen Scheff und seinem Team bedanken, denn es wurden einigen Züchtern mit längerer Heimreise wegen den schlechten Wetterverhältnissen eine frühere Abreise ermöglicht.

Unsere glattköpfigen schwarzen Nönnchen machten mit (16) 6,8 jung und 2,0 alt einen sehr guten Anfang. Sie zeigten zum Teil volle Figuren, schöne Köpfe und dunkle Ränder sowie eine sehr gute Farbe und Zeichnung. Die Wünsche bezogen sich auf die Rückenabdeckung und Kopfabgrenzung, die leider bei einigen Tieren etwas zu knapp war. Auch die Latzzeichnung sollte nicht zu weit in den Hals gehen. Die Höhe über dem Auge und der Schwanzaufbau muss mehr Beachtung finden. Es wurden Mängel auf zu dünne Unterschnäbel, offene Rückenabdeckung sowie unvollständiges Keilgefieder vergeben. Die Spitzentiere zeigte mit 1x V/97SVB auf 1,0 jung und 2x hv/96/E auf 1,0 alt u.0,1 jung diesmal G. Glage.

Es folgten (4) 1,1 jung und 2,0 alt glatte Blaue aus einer Zucht. Im Plusbereich lagen hier Körperhaltung, Farbe und Zeichnung. Die Wünsche bezogen sich auf mehr Brustbreite, harmonischeren Halsabgang, bessere Rückenabdeckung sowie sollten sie figürlich etwas kürzer sein. Die Mängel lagen  bei  zu  lockerem Schwanzaufbau (hängende Ortfedern) mit 3x sg, davon 2x 95 Punkte und 1x g/92 musste sich diese kleine Gruppe zufrieden geben.
Die (5) 1,4 glatten Silbernen waren in der Figur Kopf und Farbe sowie in der Zeichnung in Ordnung. Die Wünsche lagen auch hier bei mehr Scheitelhöhe, besserem Halsabgang, sowie schmalerem und strafferem Schwanzaufbau. Hier zeigte R. Gebert einen sehr typischen Alttäuber, der zu recht hv/96/E bekam.

Die (9) 4,6 jung und 3,1 alt glatten Roten waren auch diesmal in der Figur und z.T. in den Kopfpunkten und der Farbe sehr beeindruckend. Die Wünsche bezogen sich dennoch auf  unsaubere Iriden, besseren Rückenschluss und Randabdeckung. Die Mängel waren im Schnabelschluss und in dem zu faltigen Halsgefieder festzustellen. 1x V/97/SVB auf eine super 0,1 jung und 1x hv/96/E auf 1,0 alt gingen an R. Gebert.
Die (12) 5,6 jung und 1x 0,1 alt glatten Gelben waren vom Typ schon etwas besser anzutreffen gewesen. Sie lagen allerdings mit schönen Figuren,  gerundeten  Köpfen und sehr guter Farbe im Plusbereich. Die Wünsche lauteten hier im Abschluss noch  kürzer, Halsfedern straffer und in den  Schwanzfedern geordneter. Die Mängel wurden wegen zu schlechter Schwanzfederlage und zu dunklen Iriden vergeben. Auch hier kamen die Spitzentiere  mit zweimal hv/96/E auf 1,1 jung von R.Gebert.

In sehr guter Qualität präsentierten sich wieder unsere (67) 25,27 jung und 6,4 alt kappigen schwarzen Nönnchen. Sie lagen mit kurzen Figuren, schönen Köpfen, Haubenaufbau und Rosetten sowie sattem Lackschwarz, super Rückendeckung und fester Federqualität im Plusbereich. Diese zuletzt aufgezählten Rassenmerkmale haben sich in den letzten Jahren sehr gut gefestigt. Die Wünsche lagen in der Iridenfarbe, auch sollte die Pupillenabgrenzung noch gerundeter sein, denn sie waren wieder bei einigen schon ausgefranst und sollten sich unbedingt in der Mitte des Auges befinden.  Außerdem muss auf ein festeres Nackengefieder sowie auf die Rosettenausprägung, welche gezirkelter sein sollte, geachtet werden. Bei einigen wurden oft nur noch angedeutete kleine Wirbel erkannt. Auch sollte mehr Wert auf Brustfülle, Kopfmasse und Rückenabdeckung gelegt werden. Einige 0,1jung sollten mehr Stirnaufbau (Stirnanstieg) und Kopfbreite zeigen. Die Mängelspalte füllte sich natürlich durch zu lange und schmale Figuren, zu dünne und zu senkende Schnäbel, zu offene Rückenabdeckung  und fehlende Rosetten. Desweiteren störten ein zu loser Haubenaufbau, zu rote Iriden und zu breite helle Augenränder. Leider musste auch einmalig die Note „u“ wegen fehlender Hinterzehe vergeben werden. Diesen Mangel sollte man schon beim Schaufertigmachen  erkennen und lieber das Tier zu Hause lassen. Die Spitzentiere bei den Schwarzen mit Haube zeigten mit 2x V/97/SHB und LVP sowie 1x hv/96/E auf 0,1jung für J. Philipp. Außerdem 2x V/97/E auf 1,0 jung und 1x auf 1,0 alt sowie 4x hv/96/E für R. Sperling, desweiteren jeweils 1x hv/96/E für H. Meinert auf 1,0 jung und 1x hv/96/E auf 0,1 jung für G. Glage.
Im Anschluss kamen unsere kappig Blauen mit (25) 5,5 jung und 7,8 alt. Die Vorzüge bestachen durch straffes Gefieder, z.T. gerundete Köpfen, gesunde Schnäbel sowie Farbe und Zeichnung. Die Wünsche lauteten mehr Brustbreite, denn einige wirkten dadurch schon etwas zu lang in der Figur. Auch mehr Stirnschnabelwinkel und Scheitelhöhe angestrebt werden. Höher angesetzte Rosetten und bessere Rückendeckung waren hierbei noch einige Wünsche. Die Mängelspalte füllte sich wegen zu offenen Rosetten, zu lockerem Haubenaufbau und schlechtem Schnabelschluss. Die Spitzentiere stellte mit 1x V/97/LVP auf 1,0 jung und 1x hv/96/E auf eine 0,1 alt B Mikus aus.

Bei den (15) 5,6 jung und 2,2 alt gezeigten kappig Silbernen war diesmal eine sehr deutliche Verbesserung im Typ, sowie im Schwanzaufbau, in den Hauben und der Rosettenprägung erzielt worden. Auch die Horn- und Randfarbe waren hier ein Pluspunkt. Die Wünsche lauteten im Stand freier, Rücken abgedeckter und Nackenfeder fester. Mängel wurden bei einen Tier wegen zu tiefen Rosetten vergeben. Hier gingen 1x V/97/SVB auf 1,0 jung und 2x hv/96/E auf 1,0 jung und 0,1 alt an R. Sperling.
Das Meldeergebnis mit (12) 3,3 jung und 3,3 alt kappigen Roten hätte wohl etwas höher sein können. Im Plusbereich lagen volle Figuren mit sehr guten Köpfen und Schnabeleinbau. Die Wünsche lauteten u.a. bessere Rückendeckung. Vor allem sollten die Hauben noch federreicher, die Rosetten deutlicher und die Irisfarbe reiner werden. 1x hv/96/SVB auf 1,0 jung für G. Weyrauch.
Im Anschluss kamen (21) 7,9 junge und 1,4 alte kappig gelbe Nönnchen mit schönen  Köpfen, kompakten Figuren und vollem Haubenaufbau und einer sehr guten Rückendeckung. Die Wünsche lagen in der Rosettenausbildung. Außerdem sollte auf eine bessere Flügelhaltung und weniger Halsfalten im vorderen Latzbereich geachtet werden. Einige Mängel wurden in den Schwingen und der Schwanzfarbe festgestellt. Die Spitzentiere stellten mit 1x V/97/SVB auf eine 0,1 jung O. Meseberg und 1x hv/96/E auf einen 1,0 alt H. Meinert aus.
Die (12) 5,5 jung und 1,2 alt kappigen Kupfernen bildeten einen sehr guten Abschluss, welche Vorteile in Figur, Kopfpunkten und in der Kupferfarbe hatten. Die Wünsche blieben dennoch in der Rückendeckung und im Schwanzaufbau. 1x V/97/LVP auf einen 1,0 alt und 1x hv/96 E auf 1,0 jung zeigte O. Meseberg.

Die Leistungspreise auf der HSS 2012 wurden wie folgt vergeben:

glattköpfig schwarz
für G. Glage mit 382 Punkten

glattköpfig rot
für R. Gebert mit 379 Punkten
kappig schwarz
1. Platz J. Philipp mit 385 Punkten
2. Platz R. Sperling mit 384 Punkten



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